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Von der Armut Äthiopiens sind die Frauen am stärksten betroffen. Vor allem alleinstehende, verwitwete und geschiedene Frauen können für sich und ihre Kinder aufgrund der gesetzlichen Lage und der gesellschaftlichen Konventionen nur schwer eine sichere Lebensgrundlage schaffen.
„Nur wenn wir die soziale Stellung der Frauen verbessern, wird Äthiopien dauerhaft die Armut überwinden können!“ sagt Karlheinz Böhm und ermahnt damit bei nahezu jeder öffentlichen Ansprache die Menschen zur Gleichberechtigung von Mann und Frau.
Denn obwohl die äthiopische Verfassung Frauen weitgehend dieselben Rechte wie Männern einräumt, sind Mädchen und Frauen im Alltag noch immer stark benachteiligt und tragen die Hauptlast der Armut. Wenn man sie über Kilometer hinweg Holzbündel oder schwere Wasserkrüge tragen sieht, sogar im wahrsten Sinne des Wortes. Derartig zeit- und arbeitsintensive Aufgaben im Haushalt verwehren ihnen ebenso wie die althergebrachte Denkweise den Zugang zu Schul- und Berufsbildung und damit auch zur Erwerbstätigkeit.
Die Lebensbedingungen der Frauen zu verbessern und ihre soziale Stellung nachhaltig zu stärken, ist eines der Hauptanliegen von Menschen für Menschen. Aufklärungskampagnen, Weiterbildungsmassnahmen sowie Trainingskurse für eine verbesserte Haushaltsführung, Familienplanung und Hygiene gehören ebenso zu den Massnahmen wie Kreditprogramme, die armen Bäuerinnen und allein erziehenden Müttern die Möglichkeit zu einem eigenen Verdienst bieten und damit die Chance, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen.
  • 14'952 Kleinkreditnehmerinnen
  • Weiterbildungsmassnahmen für 37'411 Teilnehmerinnen
  • 3'788 Teilnehmerinnen an handwerklichen Ausbildungskursen
  • 12'187 Haushalte mit neu angelegten Gemüsegärten
  • 102'057 Holzsparende Öfen
  • 4 Wohnheime für Schülerinnen
  • Abschaffung der Frühverheiratung und der weiblichen Genitalverstümmelung in den ersten Menschen für Menschen-Projektgebieten
  • In den übrigen Projektgebieten konnte die Anzahl beschnittener Mädchen drastisch gesenkt werden
  • Regelmässige Aufklärungskampagnen gegen Mädchenbeschneidung
 
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